Preisminderung und Schadenersatz bei Reisemangel

Der VKI half im Auftrag des Sozialministeriums erfolgreich einer Konsumentin, deren Flug bei einer geplanten einwöchigen Rundreise, 22 Stunden Verspätung hatte und deren Gepäck noch dazu verschwand.

Eine Verbraucherin buchte über das Grazer Reisebüro LOGOS-Reisebüro GmbH eine einwöchige Russlandrundreise. Der Flug wurde annulliert. Die Konsumentin kam mit 22 Stunden Verspätung in Moskau an, sodass sie einen ganzen Tag der Rundreise verpasste. Bei der Landung im Moskau musste sie feststellen, dass ihr Gepäck fehlte und zunächst nicht auffindbar war. Am nächsten Tag tauchte er in Moskau auf. Aufgrund der Tatsache, dass sich die Reisegruppe an jedem Tag woanders befand und das Reiseprogramm einzuhalten war, hat sich ein Abholen des Koffers als äußerst schwierig gestaltet, sodass von der Reisenden erbeten wurde, den Koffer nach Wien zu transportieren, was auch durchgeführt wurde. Die Verbraucherin musste auf der Reise daher Noteinkäufe tätigen (etwa Unterwäsche, Socken, T-Shirts).

Das Reisebüro hatte der Konsumentin nach Einbringen der Klage durch den VKI einen Betrag von rund EUR 132,-- gezahlt. Das Bezirksgericht Graz-Ost sprach nun zusätzlich EUR 595,-- zu.

Das Bezirksgericht Graz-Ost führte aus, dass teilweise mangelhafte Reiseleistungen über den gesamten Urlaub vorhanden waren, wodurch der gesamte Aufenthalt beeinträchtigt wurde; sie musste sich etwa aufgrund des verlorenen Koffers notdürftig Ersatzkleidung während des ganzen Urlaubs besorgen.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig (Stand: ##.10.2020)
BG Graz-Ost 28.8.2020, 207 C 1171/19p

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