Energieanbieter Kündigung Kündigung Energieanbieter Bild: pixabay

Energieanbieter halten sich nicht an Preisgarantien und kündigen Kunden

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) ist mit massiven Beschwerden zu mehreren Energieanbietern konfrontiert. Einige Energieanbieter wollen einige Monate nach Abschluss von Energielieferungsverträgen trotz Vereinbarung einer Preisgarantie die Preise erhöhen. Einige andere Energieanbieter kündigen Verträge auch vor Ablauf der Preisgarantie. Hintergrund für diese Maßnahmen mancher Energieanbieter sind offenbar die stark gestiegenen Großhandelspreise für Energie. Der VKI hält eine derartige Vorgangsweise für unzulässig und bringt Klagen ein. Ein Überblick.

Die Großhandelspreise für Strom und Gas sind heuer in Europa stark gestiegen. Die österreichischen Energieanbieter haben zum Großteil bisher abgewartet und die Preise nicht angepasst, nur wenige Anbieter haben in den letzten Monaten die Preise erhöht.

Nunmehr reagieren einige Energieanbieter durch besonders verbraucherfeindliche Vorgehensweisen auf das geänderte Preisniveau für Großhändler und haben ihren Kunden in den letzten Tagen unliebsame Post übermittelt. Zum Teil wollen Energieanbieter versprochene Preisgarantien nicht einhalten.

Manche Energieanbieter – wie die Enstroga GmbH – versuchen die zugesagten Preise mittels Änderungskündigung zu erhöhen und bieten dabei entsprechende neue und deutlich höhere Preise an. Diese sollen gelten, wenn der Preiserhöhung nicht widersprochen wird. Erfolgt ein Widerspruch gegen die Preiserhöhung soll nach Vorstellung der Energieanbieter das Vertragsverhältnis enden.

Andere Energieanbieter – wie die Maxenergy Austria Handels GmbH – kündigen die Verträge nach Ablauf von 12 Monaten und vor Ende der Preisgarantie und wollen sich damit der für sie ungünstigen Verträge entledigen.

Der VKI hält derartige Vorgangsweisen während bestehen einer Mindestvertragsdauer oder einer Preisgarantie für unzulässig und hat die Energieanbieter aufgefordert, von dem in den jeweiligen Schreiben dargestellten Standpunkt Abstand zu nehmen. Die Anbieter kamen dieser Forderung nicht nach.

Der VKI sah sich daher gezwungen bereits erste Klagen einzubringen. Verträge, bei denen eine Preisgarantie besteht, sind nach Ansicht des VKI unverändert fortzuführen, und zwar jedenfalls bis zum Ende der vereinbarten Preisgarantie.

Eine Kündigung durch den Anbieter ist unter Einhaltung einer 8-wöchigen Kündigungsfrist zulässig – wenn keine Preisgarantie oder Mindestvertragsbindung (mehr) besteht.

 

Im Folgenden verlinken wir zu Beiträgen zur aktuellen Situation und rechtlichen Einschätzung bei einzelnen Anbietern:

Update: MAXENERGY kündigt Verbraucher – VKI will gerichtliche Klärung

Update: ENSTROGA kündigt Verbraucher – VKI klagt 

 

Auf energiekosten-stop.at finden Sie Informationen für betroffene Teilnehmerinnen und Teilnehmer. 

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