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Sammelklagen Volkswagen

Drei Jahre sind nach Bekanntwerden des VW-Abgasskandals seit dem 18.9.2015 vergangen.

Da keinerlei Bereitschaft für eine außergerichtliche Entschädigung durch VW bestand, hat der VKI seit Herbst 2017 an der Organisation von Sammelklagen gearbeitet und diese Aktion im Auftrag von Sozialministerium (BMASGK) und Bundesarbeitskammer (BAK) und mit Unterstützung der Roland Prozessfinanz AG im Frühjahr 2018 gestartet.

Bis zum 20.5.2018 haben sich 10.000 geschädigte Verbraucher für die Teilnahme an den Sammelklagen angemeldet.

Der VKI hat alle Fälle aufgearbeitet und Anfang September 2018 rund 10.000 Fälle bei Gericht eingeklagt. Es wurden dafür 16 Sammelklagen bei 16 Landesgerichten in Österreich gegen die VW AG eingebracht. Damit handelt es sich um die größte bisher da gewesene Klagswelle in Österreich.

Infografiken zu den VW Sammelklagen

Der VKI hat das Sammelklagenkonzept zu den VW-Sammelklagen gemeinsam mit zwei sehr renommierten und in Massenschadensfällen erfahrenen Anwälten entwickelt und arbeitet bei den Sammelklagen mit diesen Anwälten zusammen:
-   Dr. Alexander Klauser (1010 Wien, Bauernmarkt 2, www.bkp.at)
-   Mag. Michael Poduschka (4020 Linz, Museumstraße 17, www.poduschka.at)

Insgesamt beläuft sich der Streitwert aller 16 Sammelklagen auf rund 60 Millionen Euro. Der Gesamtstreitwert von 60 Mio Euro ergibt einen durchschnittlichen Streitwert von rund Euro 6.000,-- pro Fall.

Der Schaden besteht darin, dass die betroffenen Verbraucher für das Fahrzeug zu viel bezahlt haben bzw. dass die Fahrzeuge von einer Wertminderung betroffen sind. Auf Grund umfangreicher Erhebungen inkl. Einbeiziehung von Sachverständigen wurde in den Sammelklagen ein Schaden von 20 % des Kaufpreises eingeklagt.

Daneben wird bei jenen Fahrzeugen, die sich noch im Besitz der Betroffenen befinden, eine Haftung von VW für Folgeschäden geltend gemacht, v.a. im Zusammenhang mit dem Softwareupdate.

Rechenbeispiel zum eingeklagten Betrag:
-   Konsument kauft z.B. einen VW Tiguan um EUR 30.500.
-   Der VKI klagt eine Wertminderung von 20% des Kaufpreises als Schadenersatz ein. Daraus ergibt sich ein Anspruch in Höhe von EUR 6.100,-. Hinzu kommt ein Feststellungsbegehren, das mit EUR 500,-  bewertet wird.
-   Insgesamt macht der VKI daher Ansprüche mit einem Streitwert von EUR 6.600,- für den Konsumenten gerichtlich geltend.

Die Roland ProzessFinanz AG aus Köln hat die Finanzierung und damit das Prozesskostenrisiko aller 16 Sammelklagen übernommen. Die Verbraucher tragen daher keinerlei Prozesskostenrisiko, müssen aber - ausschließlich im Erfolgsfall - eine Erlösbeteiligung (Erfolgsquote) an ROLAND abführen.

Achtung: Eine Anmeldung zur Sammelklage ist nicht mehr möglich!

Weiterführende Informationen

VW Sammelklage

VW Sammelklage
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