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NEWS

VKI-Sammelaktion - Schadenersatz gegen VW

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) bietet Fahrzeughaltern der Marken VW, Audi, Seat und Skoda an, sich kostenlos an einer Sammelaktion zur Prüfung allfälliger Ansprüche gegen VW zu beteiligen.

News: Erfolg im Strafverfahren - VKI-Beschwerde zeigt Wirkung - WKStA ermittelt gegen VW

VKI organisiert Privatbeteiligtenanschlüsse. In Wien ist das Ermittlungsverfahren bei der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft zur Aktenzahl 22 St 4/17s anhängig.

Nach dem österreichischen Verbandsverantwortlichkeitsgesetz (VbVG) können auch direkt Unternehmen (AG, GmbH, usw.) wegen strafbarer Handlungen ihrer Mitarbeiter strafrechtlich verfolgt und verurteilt werden.

Der VKI bietet Geschädigten an sich ohne Risiko und zu geringen Kosten dem Verfahren als Privatbeteiligter anzuschließen.

Nähere Informationen zum Anschluss als Privatbeteiligter im Strafverfahren finden Sie hier.

 

News: Vertragshändler geben Verjährungsverzicht ab

Der VKI konnte mit dem Rechtsvertretern der VW-Vertragshändler (siehe Liste) folgenden Verjährungsverzicht aushandeln:

"Es wird ausdrücklich gegenüber den Kunden bis zum 31.12.2017 auf die Erhebung der Verjährungseinrede im Hinblick auf etwaige Ansprüche, die im Zusammenhang mit der in Fahrzeugen mit dem Motortyp EA 189 eingebauten Software bestehen, verzichtet. Der Verjährungsverzicht für derartige Ansprüche gilt auch, soweit diese bereits verjährt sind."

Diese VW-Vertragshändler haben den Verjährungsverzicht noch nicht abgegeben.

Nähere Informationen zum Verjährungsverzicht finden Sie hier.

Bitte beachten Sie bei der Suche nach ihrem "Händler", ob dieser laut ihrem Kaufvertrag auch tatsächlich als Verkäufer oder bloß als Vermittler (Verkaufsagent) aufgetreten ist. Potentieller Anspruchsgegner ist nämlich nur der Verkäufer des Fahrzeuges.

Was bisher geschah - Chronologie der Ereignisse:

Die US-Umweltbehörde EPA hat Mitte September mitgeteilt, dass sie herausgefunden habe, dass VW in Modellen der Jahre 2008 bis 2015 eine Software zur Umgehung von Emissionskontrollsystemen eingebaut habe. VW hat mittlerweile eingestanden, dass VW-Ingenieure eine Software in Fahrzeuge eingebaut haben, die erkannte, wann ein Abgastest am Prüfstand vorgenommen wurde, und den Motor so manipulierte, dass die Abgasnormen eingehalten wurden. Am 15.10.2015 ordnete das österreichische Verkehrsministerium den Rückruf aller von der Abgasmanipulation betroffenen Fahrzeuge an.

Weltweit sind circa 11 Mio Fahrzeuge betroffen.
In Österreich sind nach derzeitigem Stand 363.400 Fahrzeuge betroffen; diese gliedern sich wie folgt auf:
-   180.500 VW PKW
-     24.400 VW Nutzfahrzeuge
-     72.500 Audi
-     31.700 Seat
-     54.300 Skoda

Betroffen ist nach derzeitigem Wissensstand  der Motor vom Typ EA 189 - 2.0 TDI, 1.6 TDI, 1.2 TDI - (Baujahre 2008-2015) für welchen die Erfüllung der Euro-5-Abgasnorm zugesichert war.

Der VW-Abgasskandal ist um eine Facette reicher:

VW hat bekanntgegeben bei internen Untersuchungen festgestellt zu haben, dass "bei der CO2-Zertifizierung einiger Fahrzeugmodelle zu niedrige CO2- und damit auch Verbrauchsangaben festgelegt wurden". Damit könnte der tatsächliche Spritverbrauch tausender Fahrzeuge höher liegen, als deren Besitzer bisher annahmen. Bislang war nur bekannt, dass erhöhte Stickoxidwerte (NOx) ausgestoßen wurden. Betroffen sind laut VW rund 800.000 Fahrzeuge der VW-Modelle Polo, Golf und Passat. Bei Audi seien A1- und A3-Modelle betroffen. Bei Skoda geht es um den Octavia, bei Seat um den Leon und den Ibiza. Es handelt sich dabei hauptsächlich um Dieselautos (1,4-, 1,6- und 2,0-Liter-Motoren), aber auch um eine geringe Anzahl von Benzinfahrzeugen mit Zylinderabschaltung (lt dt. Bundesregierung etwa 98.000 Benziner). Wir bitten Sie sich erst an uns zu wenden, wenn Ihnen eine Bestätigung vorliegt, dass Ihr Benzinfahrzeug vom erhöhten Co2-Wert betroffen ist.


Käufer der betroffenen Fahrzeuge der Firma VW haben dadurch unter Umständen folgende Schäden erlitten:

  • Zahlung eines höheren Kaufpreises für ein "umweltfreundliches" Fahrzeug
  • Aufwendungen rund um mögliche Rückrufe und Umbauten der Fahrzeuge
  • Nachzahlung einer höheren NOVA (wenn die Finanz dem nachgeht)
  • "merkantiler Minderwert" (Verkaufspreis auf Gebrauchtwagenmarkt sinkt)

So können Sie überprüfen, ob Ihr Fahrzeug von der Abgasmanipulation betroffen ist (Achtung: derzeit nur für Dieselmotoren möglich!):

Sie können unter folgenden Links Ihren VW, Audi, SEAT oder Skoda überprüfen. Dazu brauchen Sie nur die Fahrzeugidentifizierungsnummer (FIN), zu finden unter "E" in Ihrem Zulassungsschein, früher auch Fahrgestellnummer genannt. Allenfalls wurden Sie bereits mit Schreiben vom 08.10.2015 von Porsche Austria verständigt.

Volkswagen

AUDI

SEAT

Skoda

Was können betroffene Fahrzeughalter tun:

Nähere Informationen zu möglichen Ansprüchen finden sie hier.

Der VKI bietet für Verbraucher eine kostenlose Teilnahme an unserer VW- Sammelaktion an. Ziel ist über eine Stiftung eine außergerichtliche Lösung mit VW zu erwirken.

Aus diesem Grund wurde auf Initiative des VKI-Vertrauensanwaltes Mag. Eric Breiteneder in Zusammenarbeit mit dem VKI im Herbst 2015 in den Niederlanden die gemeinnützige und unabhängige  Stiftung "Volkswagen Car Claim" gegründet. Allfällige Ansprüche betroffener Fahrzeughalter könnten mit Hilfe dieser Stiftung abgewickelt werden. Der VKI unterstützt diese Stiftung.

 Nähere Informationen zum Stiftungsmodell finden sie hier.

Wie kann ich an der VKI - Aktion teilnehmen:

Sie müssen den Onlinefragebogen (4 Seiten) vollständig ausfüllen und absenden.

WICHTIG! Bitte füllen Sie den Online-Fragebogen nur dann aus, wenn Ihr Fahrzeug von der Abgasmanipulation betroffen ist.

Hier geht´s zum Online-Fragebogen

 Wir haben eine Auswahl an häufig gestellte Fragen zusammengestellt, die wir nach dem jeweils aktuellen Stand der Information beantworten.

Hier geht´s zu den "Häufig gestellten Fragen"

Personen, die sich beim VKI gemeldet haben erhalten regelmäßig Informationen  und werden laufend über die weitere Vorgangsweise verständigt werden.

Die Sammelaktion des VKI bezieht sich nur auf Konsumenten. Fahrzeughalter, die Unternehmer sind, können sich direkt an unseren Vertrauensanwalt Dr. Alexander Klauser (1010 Wien, Bauernmarkt 2, 01.5321210, www.bkp.at) wenden.

Aktionäre von VW können sich wegen Schadenersatzansprüchen an unseren Vertrauensanwalt Mag. Eric Breiteneder (1010 Wien, Walfischgasse 5, 01.5129888, www.breiteneder.pro) wenden und auf dessen Homepage einen Onlinefragebogen ausfüllen.

Deutschen Konsumenten bietet unser Vertrauensanwalt in Berlin die Vertretung Ihrer Interessen an: RA Timo Gansl (www.gansel-rechtsanwaelte.de).

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